aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Lugau/Erzgeb.

Kanalguss Lugau bzw. Walther Nachf.
... Im architektonischen Bereich findet man in Lugau weiterhin viele Industriezeugen der Bergbauzeit. Aus dieser Zeit ist auch die Eisengießerei Moritz Walther, die sich als Ruine in Richtung Oelsnitz im unteren Teil der Stadt befindet. Bekannt ist diese durch ihre Eisenguss-Kanaldeckelproduktion. So findet man dort produzierte Kanaldeckel heute noch zahlreich vorrangig in Berlin. ...



Auszug aus dem Buch: Lugauer Geschichten von Wolfgang Frech, 1998

Lugauer Gießereien
Die Spuren der beiden Lugauer Gießereien Moritz Walter und Clemens Böttcher sind zwar nicht unvergänglich, aber doch sehr beständig. Die Produkte der beiden Firmen werden heute noch - nicht nur in Lugau – „mit Füßen getreten“. Die gußeisernen Abdeckungen von Straßeneinläufen und Kanälen sind oft zu sehen. Doch wo neue Kanäle verlegt und Straßen gebaut werden, verschwinden sie allmählich. Und irgendwann werden sie zur Rarität und sind nur noch im Museum zu finden.
Der Ursprung beider Gießereien liegt in der einstigen Eißnerschen Maschinenfabrik im sogenannten „Messingwerk“. Hermann Unger schrieb 1924: „1901 gründeten zwei Herren des Personals, M. Walther und Cl. Böttcher, der Eißnerschen Maschinenfabrik neben der dort betriebenen eine eigene Eisen-gießerei neben dem Schützteich an der Oelsnitzer Straße. 1907 machte sich Herr Clemens Böttcher durch Errichtung seiner Eisengießerei auf dem Grundstücke des ehemaligen Carlschachtes selbständig.“
Das Gelände des ehemaligen Carlschachtes an der Flockenstraße bot einen Gleisanschluß, der unmittelbar in das Betriebsgelände führte. 1912 ließ Clemens Böttcher neben der Gießerei sein Wohnhaus errichten. Anfang der zwanziger Jahre warb die „Eisen- und Metallgießerei Clemens Böttcher“ mit ihren Spezialitäten: „Grauguss, Hartguss, Rotguss, Phosphor-bronze; Kanalisations-Gegenstände nach Modell u. Schablone“. Krieg und Nachkriegszeit überstand die Firma noch. Erst die Welle der Verstaatlichungen Anfang der siebziger Jahre brachte das Ende der „Eisen- und Metallgießerei Clemens Böttcher OHG Lugau i. Erzgeb.“, wie sie nach 1945 hieß. Nach kurzer „volkseigener“ Existenz wurde die Gießerei geschlossen und zu einer Kfz-Werkstatt umgebaut. Von der alten Bausubstanz ist allerdings nichts mehr zu sehen.
In der Gießerei Moritz Walther an der Oelsnitzer Straße wurden ursprünglich vorwiegend Ausrüstungen und Ersatzteile für den Berg-bau hergestellt. Seit den zwanziger Jahren spezialisierte sich der Betrieb auf Kanalgußteile. Daneben wurden Gartenbänke hergestellt. Im Jahre 1941 übernahm Felix Hübler die Gießerei, die seitdem Moritz Walther Nachf. hieß. Im April 1972 kam auch für diesen - inzwischen halbstaatlichen - Betrieb das Aus. Es entstand der VEB Kanalguß Lugau. Im Zusammenhang mit Bergschäden am Hauptgebäude ist die Produktion 1982 auf Aluminiumguß umgestellt worden. Seit dem 1. Mai 1990 war der Betrieb wieder in privater Hand. Die Firma „Gießerei Lugau B. Hübler GmbH“ bestand dann allerdings nur noch ein paar Jahre.




Bild 243

11/2003
Berlin

Frankfurter Allee



Bild 42

10/2003
NVA Atombunker Harnekop,

Betankungsanlage





Bild 34

8/2003
Berlin,

Alexanderplatz
Fernheizschacht





Bild 1094

11/2004
Schönefeld bei Berlin
Fußgängertunnel des Bahnhofs


Wer hat da das "K" weggelassen?





Bild 1096

11/2004
Berlin
Marx-Engels-Platz





Bild 1455

4/2006
Berlin
Luisenstr., Charite



Bild 2370

5/2008
Bad Brambach

Moritz Walther Nachf. Lugau / E

fotografiert von Gerd Schenk



Bild 3510
4/2010
Forst
Jägerstrasse

VEB Kanalguss Lugau

fotografiert von Frank Henschel





Bild 3660
5/2010
Jeserig
auf dem Friedhof

VEB Kanalguss Lugau / E

fotografiert von Frank Henschel